Dienstag, 9. März 2010

Das Leben in Tasmanien

"Natürlich muss man die Gegend in der man wohnt auch erkunden" hab ich mir gedacht und versucht WG - Kollegen Fatah zu übereden, zum Mt. Nelson mitzukommen. Da Fatah zur Spezies "Homo Gehfaul" gehört (laut seinen Angaben ist das typisch für Malaysia), konnte ich ihn erst mit "in 40 Minuten sind wir eh wieder zurück" ködern. Vielleicht hätte ich vorher einen Blick auf die Karte Hobarts werfen und nicht einfach nach dem Gradientenverfahren (für alle, die die Vorlesung von Prof. Weiß nicht besucht haben: vereinfacht gesagt jenen Weg nehmen, der (am steilsten) nach oben führt) auf gut Glück drauflos marschieren sollen. Das Ergebnis dieses Verfahrens war nämlich suboptimal und führte uns zu einem doch eher unspektakulären Fußballfeld auf einem Hügel. Der festen Überzeugung, aber doch etwas verwundert :-O, dass der Gipfel von Mt Nelson halt ein Fußballfeld ist, versuchten wir auf einem anderen Weg zurück nach Hause zu gehen. Die anfänglich abfallende Straße ging aber bald nach oben und irgendwann landeten wir tatsächlich beim richtigen Mt. Nelson.

Nach über vier Stunden (sorry Fatah ;-)), einem tollen Blick über Hobart und ein paar Fotos im Kasten waren wir dann wieder zurück in unserem Appartement.

Uni
Nachdem aus irgendeinem Grund von einem erwartet wird, dass man im Auslandssemester auch ein bisschen studiert, hier ein Foto vom Campus...

und meine Lehrveranstaltungen
  • Numerical Methods
  • Dynamic and Mechatronic Systems
  • Mechanical and Mechatronic Design
Mein erster Eindruck ist, dass diese etwas leichter als in Linz sind, aber das wird sich noch weisen. Die School of Engineering hat für alle Neulinge in der ersten Semesterwoche gleich einen Gratis-Ausflug mit Verpflegung ins Inland Tasmaniens und einen Wasserkraftwerksbesuch organisiert. Mit "Neulinge" haben die Organisatoren zwar echte Erstsemestrige gemeint, aber das hat mich nicht wahnsinnig gestört ;-) und die Sandwiches waren wirklich lecker...

Einkaufen
Nachdem meine Mitbewohner um 23 Uhr Hunger bekamen, gingen wir "Mitternachtsshoppen" in den Supermarkt (Öffnungszeiten 7 Tage in der Woche/ bis 24:00 :-)) und kamen mit reicher Beute zurück.



Fortgehen
Das Bier in Tasmanien ist sehr teuer (im Shop ca. 1,5€ für ein Seiterl, in Pubs ca. 4€), aber ich war vom Geschmack wirklich positiv überrascht. Nachdem in Hobart viele Asiaten studieren, gab's in einer Nachbarwohnung eine Chinese New Year Party und auch auf einer Hauseinweihungsfeier eines anderen Austauschstudenten war ich schon. Die Atmosphäre hier ist echt locker und es ist leicht, Leute aus allen möglichen Ländern kennenzulernen.

Bushwalking
Die erste Tour mit dem Bushwalkingclub ging zum Mt. Wellington, dem Hausberg Hobarts. Leider sah man wegen Nebel nicht viel von der Stadt, dafür aber:





...den Namen hat der Baum wirklich verdient!

Mt. Wellington Organ Pipes ("Orgelpfeifen")

Dieses Wochenende nahm ich an einem 4-tägigen Trip in den Nationalpark "Mounts of Jerusalem" teil.


Ausgangspunkt der Tour

Übernachtet wurde in Zelten und natürlich mussten auch Schlafsack, Schlafmatte, Essen und Kleidung selbst auf ein Plateau hinauf geschleppt werden (*ächz*).




Belohnt wurden die Anstrengungen aber mit einer traumhaften Aussicht von den Gipfeln und wunderschöner (fast) unberührter Natur.





Auch wild lebende Wallabys gab's zu sehen und manche waren gar nicht scheu..



Und zu guter Letzt noch ein Tipp für alle, die nach Tasmanien reisen wollen (mit all den Bildern hab ich's euch hoffentlich schmackhaft gemacht ;-)): nehmt Kleidung für jedes Wetter mit und traut keinem Wetterbericht!!! Am Mittwoch wurde gemeldet, dass es am Wochenende unserer Tour jeden Tag regnen würde. Am Donnerstag wurde der Wetterbericht auf Schönwetter geändert und im Endeffekt hat's am Freitag und Montag geregnet (am letzten Tag gab's richtiges Sauwetter und ich hab schon befürchtet, dass uns der Sturm das Zelt wegbläst) und am Samstag und Sonntag gab's Prachtwetter.

LG
Bernhard





2 Kommentare:

  1. Wow! Tasmanien schaut ja sehr stylish aus. Da es ja fast in der Nachbarschaft liegt muss ich echt mal überlegen ob ich mir das nicht persönlich anschau. Das Problem mit dem Wetterbericht gibts auch in NZ, meistens trifft das Gegenteil der Prognose ein, ich glaube bei den Wetterstationen arbeiten vermutlich nur Ferialpraktikanten *g*.

    lg aus New Zealand

    AntwortenLöschen
  2. schod, dass des bei uns ned so in da Nachbarschaft ligt, sunst miassad ma do wirklich schnoi vorbeischaun! :)

    AntwortenLöschen