Donnerstag, 17. Juni 2010

Bye bye Tassie

Auch wenn es schwer fällt, heißt es bald Tasmanien und meine Freunde hier wieder zu verlassen. Ich verbrachte hier ein super Semester und werde viele schöne Erinnerungen von der Insel am anderen Ende der Welt mitnehmen. Am 18. Juni habe ich meine letzte Prüfung und am 20. Juni geht es für 5 1/2 Wochen auf eine Tour durch Australien. :-)
Mein erstes Ziel ist die Stadt Sydney, für die 3 Tage eingeplant sind. Mit dem Flugzeug geht es zur Hervey Bay und mit der Fähre zur nahe gelegenen Insel Fraser Island. Dort wird die größte Sandinsel der Welt mit 4-Rad Antrieb erkundet. Mit dem Bus geht es weiter nach Agnes Water zum Surfen und ebenfalls mit dem Bus zur Whitsunday Coast. Die am Rand des Great Barrier Reef gelegenen Whitsunday Inseln sind ein Segel- und Schnorchelparadies. Mit dem Flieger geht es anschließend nach Melbourne, wo ich Andreas, Clemens und Roland (die 3 anderen Linzer Austauschstudenten) treffe. Mit dem Wohnmobil fahren wir gemeinsam quer durch Australien. Wir werden uns unter anderem den Uluru-Kata Tjuta Nationalpark (Ayers Rock) und den Kakadu Nationalpark ansehen. Die Fahrt durch das Outback wird bestimmt ein Erlebnis. Ende Juli werde ich meine Reisekollegen verlassen (diese werden nach Cairns weiterfahren und die Ostküste besichtigen) und mit dem Flugzeug von Darwin über Singapur und Dubai nach Hause fliegen.

Die Stationen meiner Reise:

Australienrundreise auf einer größeren Karte anzeigen

Und für all,e die das zu wenig aufregend finden, habe ich noch eine alternative Beschreibung meiner Reisestationen Es geht nach...
  • Fraser Island: im Freien bei den Dingos (australischen Wildhunden) schlafen
  • Agnes Water: zwischen den Weißen Haien surfen
  • Outback: Skorpione und Taipane besuchen
;-)

Alles halb so wild, werde auf mich aufpassen und freue mich, wenn ich euch in Österreich bald wieder sehe!

LG
Bernhard

Montag, 7. Juni 2010

A Land Down Under


Fortgehen

Meine letzten Projektarbeiten habe ich nun abgegeben, die letzten Laborberichte geschrieben und meine erste Abschlussprüfung absolviert (sollte ganz gut ausfallen :-)). Die Prüfungsvorbereitungswoche wurde gut genutzt, um wieder einmal mit ein paar Freunden im "Telegraph" vorbeizuschauen. :-)



Dass in Australien alle Lokale rauchfrei sind, macht das Fortgehen richtig angenehm. Als Österreicher ist man ja gewohnt, mit verrauchter Kleidung und übel riechenden Haaren nach Hause zu kommen. Dagegen herrschen hier richtig paradiesische Zustände. :-)
Generell sperren die Lokale viel früher auf und um 18:00 Uhr ist es meistens schon richtig voll. Dafür ist der Abend auch viel früher vorbei. Manche Bars schließen schon um ca. 23:00 Uhr und nach 3:00 Uhr kommt man eigentlich nirgends mehr hinein. Hätten ein paar Freunde von mir und ich das schon vor der Ankunft auf Tasmanien gewusst, hätten wir uns zu Semesterbeginn einen fast einstündigen Spaziergang in die Stadt gespart, wo wir dann, bei Ankunft um 3:00 Uhr, feststellen mussten, dass es mit einem Lokalbesuch nichts mehr wird. Naja, aus Fehlern wird man klug und deshalb sind wir dieses Mal schon um 4 Uhr (nachmittags!) ins Telegraph aufgebrochen :-D.
Lustig war's und wahrscheinlich das vorletzte Mal, dass ich mit so vielen Freunden hier in Hobart fortgehen konnte.

Handy
Tasmanien ist mit 68.000 km² fast so groß wie Österreich, hat aber nur 500.000 Einwohner. Dementsprechend gering ist die Bevölkerungsdichte. Außerhalb der größeren Städte hatte ich nirgends Handyempfang, ein Umstand der für einen Mitteleuropäer doch sehr gewöhnungsbedürftig war. Deshalb sind hier noch die guten alten Funkgeräte im Einsatz, wenn eine größere, auf mehrere Autos verteilte Gruppe unterwegs ist. Wenn sich die Gruppe z. B. wegen einer auf rot umschaltenden Ampel verliert, wird einfach kurz gefunkt. Dies ist manchmal ganz unterhaltsam, nachdem es schon mal passieren kann, dass man auf der gleichen Frequenz wie andere Leute kommuniziert und dann deren Gespräche mithört.

Sternenhimmel
Yeppee, hab endlich die Milchstraße gesehen. Während dies in Oberösterreich aufgrund der vielen Menschen und der daraus resultierenden Lichtverschmutzung schwer möglich ist, erschließt sich hier der Sternenhimmel in seiner schönsten Pracht. :-)
Nachdem ich mit meinem Fotoapparat nicht minutenlang belichten kann, habe ich leider kein Foto im Angebot, d.h. Koffer packen und selbst nach Australien kommen!

Straßen
Das Straßennetz Tasmaniens ist recht passabel. Etwas ungewöhnlich ist allerdings, dass es einen teilweise ungeteerten (!) Highway gibt (A5 Lake Highway) und dass man auf einem Highway schon mal folgendes erleben kann:



Feuerwehr
Anscheinend fürchten die Australier das Feuer wie der Teufel das Weihwasser. Dies erkennt man daran, dass in jedem Apartment der Uni Apartments acht Rauch- und 2 Hitzemelder installiert sind, die extrem sensibel reagieren. Dies führt dazu, dass durchschnittlich zweimal in der Woche (!) die Feuerwehr vor der Tür steht.




Insgesamt zweimal hat es auch unser Apartment geschafft, einen Fehlalarm auszulösen. Meine Housemates hatten die Toastzeit für ihr Toastbrot ein bisschen zu lang eingestellt.


Fatah beim Posen :-)

Wechselkurs
Vor 1 1/2 Jahren, als ich mich für das Auslandssemester beworben habe, bekam man für einen Euro noch 2 australische Dollar. Heute ist der Wechselkurs bei 1,45, was nichts anderes bedeutet, als dass alles in Australien um fast 40% teurer ist als früher. Es wird also Zeit, dass ich nach Österreich zurückkomme und wieder die heimische Wirtschaft ankurble.
(Also wirklich: kaum ist man ein halbes Jahr nicht zuhause, geht dort alles den Bach hinunter ;-))

Bis bald!

Donnerstag, 20. Mai 2010

Bruny Island, Liffey Falls und Geburtstag

Das Uni-Semester in Tasmanien geht langsam aber sicher dem Ende entgegen. Nächste Woche am Freitag stehen die letzten Vorlesungen am Programm, dann ist eine Woche "Study Break" und danach finden die Prüfungen statt. Auch wenn teilweise doch einiges auf der Uni zu tun war, blieb natürlich auch Zeit zum Reisen und Fortgehen. Als International Student konnte man sich zum Beispiel die International Beer Night nicht entgehen lassen. Das Thai-Bier "Chang" konnte im Test zwar nicht überzeugen und österreichisches Bier war keines dabei, aber zumindest ein Bier unserer deutschen Nachbarn gab es zu verkosten. Nicht schlecht, das Oettinger, aber das beste bayrische Bier wird nicht außer Landes geschafft, das trinken die Bayern selbst ;-) (Da stimmst du mir zu Ludwig, oder?).

Bruny Island
Vorletztes Wochenende ging es zu zehnt auf nach Bruny Island, einer kleinen Insel südlich von Hobart. Als Morgenmuffel muss ich hier erwähnen, dass es bereits um 5:30 Uhr aufzustehen galt, um die die erste Fähre zu erwischen (Tourplanerin war Tamara, wer mich kennt weiß, dass nicht ich die Uhrzeit ausgesucht haben kann ;-)). Als Entschädigung gab es dafür einen schönen Sonnenaufgang am Meer (den Lichtmasten links und die Fähre rechts einfach im Kopf ausblenden ;-)).


Auf der Fähre war genügend Zeit für ein Gruppenfoto...

v.l.n.r.: Chris und Roland (Ö), ChanHow und Kevin (Malaysia), Janet und Josh (China), Clemens, Andreas, ich und Tamara (Ö).

...recht international wie man sieht, aber mit absoluter österreichischer Mehrheit *hehe*.


Nach dem Stiegensteigen auf eine Aussichtsplattform in der Mitte der Insel, wo der Nordteil und Südteil nur durch einen schmalen Streifen verbunden sind (und bezeichnenderweise "The Neck" heißt)

ging es hinunter zum Strand. Nachdem in Tasmanien jetzt der Spät-Herbst eingekehrt ist und das Baden auch für die Hartgesottenen unter uns nicht mehr sehr verlockend war, blieb genug Zeit der Schwerkraft für einen Moment ein bisschen zu trotzen.




Zu Fuß ging es dann hinauf zum Gipfel des Fluted Cape. Nachdem unsere Fotoapparate im Dauereinsatz waren und unsere Aufmerksamkeit wohl darunter ein bisschen litt, ging zwischenzeitlich Tamara verloren. Begründet durch unsere reiche Erfahrung glaubten wir, dass sie wohl hinter uns sein würde und einfach noch ein paar Fotos schießt. Tamara dachte aus eigener Erfahrung offensichtlich das gleiche *g* und stürmte Richtung Gipfel um uns vermeintlich einzuholen, während wir natürlich den Aufstieg umso gemächlicher in Angriff nahmen und viele Fotos von den Klippen machten:





Am Gipfel gab es dann ein Wiedersehen und irgendwie hat es Tamara trotz der Eile geschafft, nicht weniger als 600 Fotos in den Kasten zu bringen - Respeeeekt! :-)

Und nachdem ich ja gerne Sonnenuntergänge fotografiere, möchte ich euch natürlich den Sonnenuntergang auf Bruny Island auch nicht vorenthalten:



Mit Fähre und Auto ging es zurück nach Hobart und bald darauf ins Bett, schließlich wollten wir am nächsten Tag unseren nächsten Ausflug in Angriff nehmen, zu den

Liffey Falls
3,5 h Fahrt nördlich von Hobart. Nachdem Josh, unser Chauffeur des ersten Tages, an diesem Tag arbeiten musste und deshalb nicht dabei war und auch sonst keiner fahren wollte, bzw. wegen fehlender Führerscheinübersetzung ins Englische durfte, war meine Zeit gekommen, das Lenkrad zu übernehmen. Natürlich nur unter der Bedingung, dass mir mein Beifahrer Chris netterweise mitteilen solle, falls ich mal versehentlich auf der rechten Straßenseite fahren würde. War dann zum Glück eh nie notwendig, man gewöhnt sich eigentlich relativ schnell an den Linksverkehr in Australien. Auf unserem Weg machten wir einen kurzen Zwischenstopp in Bagdad, inklusive Beweisfoto (glaubt uns ja sonst keiner ;-)):



Während der gesamten Fahrt zu den Wasserfällen gab es herrlichen Sonnenschein...




und wir mussten uns natürlich genau jenen Flecken Tasmaniens zum Besichtigen aussuchen, an dem es regnete. An unserem Ziel angekommen, spazierten wir dann durch den REGENwald




zu den WASSERfällen.



Nach insgesamt über 7 Stunden im Auto kamen wir am Sonntagabend mit vielen schönen Erinnerungen müde, aber trocken (der Regen war nicht sehr stark und die Bäume hielten ohnehin den meisten Regen ab) wieder in unseren Quartieren an.

Geburtstag
Nach einer arbeitsreichen Nacht (habe wiedereinmal wie in alten HTL - Zeiten die Nacht vor der Projektabgabe durchgemacht) und einem erholsamen Nachmittag im Bett wurde ich am späten Abend von Ting Hwa in ein recht nettes Gespräch verwickelt, bis dann irgendwann sein Handy läutete und er kurz weg musste. Kurze Zeit später, nach Mitternacht, läutete es an der Haustür und als ich die Tür ins Vorzimmer aufmache, war (ungewöhnlicherweise) das Licht ausgeschaltet. Bis zum Lichtschalter konnte ich allerdings nicht mehr vordringen, es "blitzte" nämlich plötzlich, gefolgt von einem lauten


"H A P P Y
B I R T H D A Y"


Mein etwas verdutzter Gesichtsausdruck sagt wohl alles:



16 meiner Freunde haben es irgendwie geschafft, eine Überraschungsgeburtstagsparty für mich auf die Beine zu stellen, ohne dass ich auch nur die geringste Ahnung davon hatte. Dass sich meine Housemates zuvor an diesem Abend untereinander plötzlich auf Hokkien (ein chinesischer Dialekt) unterhielten, habe ich zwar am Rande mitbekommen, mir aber natürlich nichts weiter dabei gedacht. Das Ganze war von langer Hand geplant:
das Bier wurde unbemerkt im 2. Badezimmer unseres Apartments eingekühlt,
Ting Hwas Job war es mich abzulenken
und in der Zwischenzeit schlichen die anderen durch die Haustür herein.

Sogar ein Geburtstagskuchen wurde mitgebracht und einen überdimensionalen Lolly und ein spezielles "Certificate of Achievement" gab es als Geburtstagsgeschenk (thx nochmals dafür :-))







Wir haben uns glaube ich alle prächtig amüsiert und die Party war erst nach 4:00 Uhr zu Ende, obwohl die meisten am nächsten Morgen Uni hatten (ich nicht, konnte ausschlafen :-)). Es war wirklich ein unvergesslicher Geburtstag für mich und dafür ganz herzlichen Dank an alle! (You are awesome guys!!!)



Und heute werde ich wieder einmal einen gemütlichen Auslandsösterreicher-Abend bei Andreas, Clemens und Roland verbringen. Chris und Tamara sind auch dabei, d. h. wir sind vollzählig. Da werden dann unsere Fotos von Bruny Island und den Liffey Falls ausgetauscht und natürlich das eine oder andere Bier getrunken - eh wissen ;-). Freu' mich schon. Bis bald!

PS: Danke für all die lieben Geburtstagsglückwünsche via Facebook und E-Mail. Hab mich sehr gefreut :-).

Donnerstag, 8. April 2010

East Coast Tour

In den letzten Wochen haben sich bei mir Uni- und Fortgehstress abgewechselt. Für letzteres muss ich Tamara, Andreas, Clemens und Roland (alle aus Österreich) verantwortlich machen :-). Die vier machen so wie ich auf der University of Tasmania ein Auslandssemester und sind anscheinend auch der Meinung, dass man da hin und wieder einmal auf ein Bier gehen muss. Treffpunk war meistens die Terrasse von Andreas, Clemens und Roland.


Der wärmste März in Tasmanien seit Beginn der Aufzeichnungen :-) lud zum Grillen ein und anschließend ging's meist weiter in die Stadt zum Fortgehen. Einen ausführlichen Bericht über unsere Erlebnisse gibt's dann, wenn ich wieder in Österreich bin (lieber Hermann, da erfährst du dann "the whole story" ;-)).
Eigentlich wollte ich euch an dieser Stelle über ein paar (kulturelle) Unterschiede zwischen Österreich und Australien berichten. Nachdem aber eine richtig tolle East Coast Tour auf Tasmanien "dazwischengekommen" ist, verschiebe ich das auf nächstes Mal und zeige euch dafür ein paar Fotos des 4-tägigen Trips entlang der Ostküste. Mit den vier oben erwähnten Kumpanen, 2 Österreicherinnen, die auf ihrer Weltreise einen Zwischenstopp in Tasmanien machten und einem Pärchen aus China ging's am frühen Morgen des ersten Tages Richtung Maria Island. Die Fähre brachte uns auf die Insel und wir besichtigten die Painted Cliffs und Fossil Cliffs.



Ab 1825 wurde Maria Island als Gefangenlager benutzt. Nachdem die Insel bei den Sträflingen aber sehr beliebt war :-) (sie war berüchtigt für die große Anzahl an Gefangenen, denen die Flucht gelang) wurde das Lager schon bald darauf wieder aufgegeben und heute schlagen hier Wanderer und Taucher ihre Zelte auf.
Am zweiten Tag fuhren wir zum Freycinet Nationalpark. Nach einem Blick auf die malerisch schöne Wineglass Bay


marschierten wir zum Hazards Beach. Auf dem Weg sagte ich noch zu Tamara, dass es wirklich unwahrscheinlich sei, dass man auf eine Schlange trifft und keine fünf Minuten später kriecht uns doch tatsächlich eine schwarze Schlange über den Weg. Nachdem es in Tasmanien nur zwei Arten dieser Größe gibt, war es entweder eine Tiger Snake oder eine Copperhead. Beide äußerst giftig (nichts Außergewöhnliches für Australien ;-)), aber wenn man sie in Ruhe lässt, tun sie einem nichts - kein Grund also, sich von einem Urlaub auf Tasmanien abhalten zu lassen!
Am nächsten Tag ging es am Vormittag zu den Friendly Beaches


und zu fünft (die 2 Mädls und das Pärchen aus China mussten früher nach Hause) fuhren wir nach Norden zu der Bay of Fires.



Viele der atemberaubenden Strände Tasmaniens hat man fast für sich alleine, von Massentourismus ist dieser Flecken Erde verschont geblieben.

Nach einem gemütlichen Abend am Strand brachen wir am nächsten Tag Richtung Launceston, der zweitgrößten Stadt Tasmaniens, auf und am Abend waren wir zurück in Hobart.

Eine Karte der Stationen unserer kleinen Reise findet man übrigens hier.

Die Osterferien sind leider viel zu schnell vergangen und am Montag erwartet mich ein Mid-Semester Test auf der Uni.

Bis bald...

Sonntag, 14. März 2010

Bonorong Wildlife Park

Abgesehen von einer nächtlichen Begegnung mit einem Wallaby direkt neben unserem Apartment und ein paar Wallabies in den Mounts of Jerusalem hatte ich noch keine einheimischen Tiere gesehen. Deshalb stand am Sonntag ein richtiges Highlight am Programm, der Bonorong Wildlife Park. Als erster wurde Marvin vorgestellt, ein Baby-Wombat, dessen Mutter auf der Straße überfahren wurde und der so im Wildlife Park ein neues Zuhause fand. Er wird mit dem Fläschchen aufgezogen und hat eine recht gute Chance das Erwachsenenalter zu erreichen und dann irgendwo in Tasmaniens Wildnis freigelassen zu werden.

Ein etwas größeres Exemplar (aber immer noch nicht ausgewachsen)...



Es gibt laut Tierpflegerin Bianca auch noch ältere Wombats im Wildlife Park, aber sobald die ins "Teenager"-Alter kommen werden sie "grumpy" (mürrisch). Dann verschanzen sie sich gerne in ihren selbstgegrabenen Bauen und lassen sich nicht mehr blicken - naja so ähnlich kennt man das ja auch von Exemplaren der Gattung Homo Sapiens ;-).

Koala Bert führt einen richtig australischen Lebensstil: nur keine Hektik aufkommen lassen - und recht hat er! In einem so schönen Land soll man das Leben wirklich genießen. 20 Stunden am Tag schläft so ein Koala (und übertrifft damit sogar ein Faultier!) und die restliche Zeit wird gemütlich an Eukalyptusblättern geknabbert.



Tasmanien kann man unmöglich verlassen, ohne das berühmteste Tier Tasmaniens gesehen zu haben, den Tasmanischen Teufel. Wer jetzt ein Fotos von mir mit einem Teufel im Stil der Fotos mit mir und Marvin bzw. Bert erwartet...



... vergesst es ;-)
Nachdem der Name des Tasmanischen Teufels nicht von ungefähr kommt, habe ich hier ausnahmsweise einen kleinen Sicherheitsabstand eingehalten...


Im Verhältnis zur Körpergröße haben diese Tiere extrem kräftige Kiefer, aber dafür, dass sie Raubtiere sind, sehen sie ziemlich schlecht und bewegen sich recht patschert fort. Um Beute (hauptsächlich Aas) wird mit anderen Teufeln zähneflätschend und lauthals (mit "teuflischem" Knurren/Kreischen - daher kommt der Name) gestritten. Derzeit kursiert unter den Tasmanischen Teufeln DFTD - ein Gesichtskrebs, der die Population leider stark dezimiert. Die im Wildlife Park aufgewachsenen Teufel legen aber auch zahmes und friedliches Verhalten an den Tag und lassen sich von der ihnen vertrauten Pflegerin Bianca sogar streicheln...


Die angeknabberten Jeans der Tierpflegerin gehen allerdings auch auf deren Konto. :-)

Mit vom Bonorong Wildlife Park zur Verfügung gestellten Crackern durften die wirklich zahmen Wallabies gefüttert werden. Den meisten Hunger von allen hatte dieses:


Man beachte 2 Details:
  • das Kleine im Beutel der ♦Mutter, von dem nur Kopf und Füße zu sehen sind
  • mein zerrissenes Futtersackerl - da gab's eine kleine Meinungsverschiedenheit zwischen mir und dem Wallaby, ob es nun aus meiner Hand essen soll oder gleich das ganze Sackerl bekommt ;-)
Auf der Heimreise von diesem tollen Wildlife Park mussten Chris (Austauschstudent aus Kärnten) und ich natürlich auch noch mit einem nicht ganz alltäglichen Verkehrsschild abgelichtet werden. Das unterste Tier auf dem Schild ist übrigens ein Echidna (Ameisenigel) und den gab's ebenfalls im Park zu sehen, so wie viele andere Tiere auch.

Dienstag, 9. März 2010

Das Leben in Tasmanien

"Natürlich muss man die Gegend in der man wohnt auch erkunden" hab ich mir gedacht und versucht WG - Kollegen Fatah zu übereden, zum Mt. Nelson mitzukommen. Da Fatah zur Spezies "Homo Gehfaul" gehört (laut seinen Angaben ist das typisch für Malaysia), konnte ich ihn erst mit "in 40 Minuten sind wir eh wieder zurück" ködern. Vielleicht hätte ich vorher einen Blick auf die Karte Hobarts werfen und nicht einfach nach dem Gradientenverfahren (für alle, die die Vorlesung von Prof. Weiß nicht besucht haben: vereinfacht gesagt jenen Weg nehmen, der (am steilsten) nach oben führt) auf gut Glück drauflos marschieren sollen. Das Ergebnis dieses Verfahrens war nämlich suboptimal und führte uns zu einem doch eher unspektakulären Fußballfeld auf einem Hügel. Der festen Überzeugung, aber doch etwas verwundert :-O, dass der Gipfel von Mt Nelson halt ein Fußballfeld ist, versuchten wir auf einem anderen Weg zurück nach Hause zu gehen. Die anfänglich abfallende Straße ging aber bald nach oben und irgendwann landeten wir tatsächlich beim richtigen Mt. Nelson.

Nach über vier Stunden (sorry Fatah ;-)), einem tollen Blick über Hobart und ein paar Fotos im Kasten waren wir dann wieder zurück in unserem Appartement.

Uni
Nachdem aus irgendeinem Grund von einem erwartet wird, dass man im Auslandssemester auch ein bisschen studiert, hier ein Foto vom Campus...

und meine Lehrveranstaltungen
  • Numerical Methods
  • Dynamic and Mechatronic Systems
  • Mechanical and Mechatronic Design
Mein erster Eindruck ist, dass diese etwas leichter als in Linz sind, aber das wird sich noch weisen. Die School of Engineering hat für alle Neulinge in der ersten Semesterwoche gleich einen Gratis-Ausflug mit Verpflegung ins Inland Tasmaniens und einen Wasserkraftwerksbesuch organisiert. Mit "Neulinge" haben die Organisatoren zwar echte Erstsemestrige gemeint, aber das hat mich nicht wahnsinnig gestört ;-) und die Sandwiches waren wirklich lecker...

Einkaufen
Nachdem meine Mitbewohner um 23 Uhr Hunger bekamen, gingen wir "Mitternachtsshoppen" in den Supermarkt (Öffnungszeiten 7 Tage in der Woche/ bis 24:00 :-)) und kamen mit reicher Beute zurück.



Fortgehen
Das Bier in Tasmanien ist sehr teuer (im Shop ca. 1,5€ für ein Seiterl, in Pubs ca. 4€), aber ich war vom Geschmack wirklich positiv überrascht. Nachdem in Hobart viele Asiaten studieren, gab's in einer Nachbarwohnung eine Chinese New Year Party und auch auf einer Hauseinweihungsfeier eines anderen Austauschstudenten war ich schon. Die Atmosphäre hier ist echt locker und es ist leicht, Leute aus allen möglichen Ländern kennenzulernen.

Bushwalking
Die erste Tour mit dem Bushwalkingclub ging zum Mt. Wellington, dem Hausberg Hobarts. Leider sah man wegen Nebel nicht viel von der Stadt, dafür aber:





...den Namen hat der Baum wirklich verdient!

Mt. Wellington Organ Pipes ("Orgelpfeifen")

Dieses Wochenende nahm ich an einem 4-tägigen Trip in den Nationalpark "Mounts of Jerusalem" teil.


Ausgangspunkt der Tour

Übernachtet wurde in Zelten und natürlich mussten auch Schlafsack, Schlafmatte, Essen und Kleidung selbst auf ein Plateau hinauf geschleppt werden (*ächz*).




Belohnt wurden die Anstrengungen aber mit einer traumhaften Aussicht von den Gipfeln und wunderschöner (fast) unberührter Natur.





Auch wild lebende Wallabys gab's zu sehen und manche waren gar nicht scheu..



Und zu guter Letzt noch ein Tipp für alle, die nach Tasmanien reisen wollen (mit all den Bildern hab ich's euch hoffentlich schmackhaft gemacht ;-)): nehmt Kleidung für jedes Wetter mit und traut keinem Wetterbericht!!! Am Mittwoch wurde gemeldet, dass es am Wochenende unserer Tour jeden Tag regnen würde. Am Donnerstag wurde der Wetterbericht auf Schönwetter geändert und im Endeffekt hat's am Freitag und Montag geregnet (am letzten Tag gab's richtiges Sauwetter und ich hab schon befürchtet, dass uns der Sturm das Zelt wegbläst) und am Samstag und Sonntag gab's Prachtwetter.

LG
Bernhard